Poster of First International Conference on Azmari in EthiopiaThe first “International Conference on Azmari”, the traditional poet-singers from highland Ethiopia will be held at the Center for World Music from January 6 to 8 2012. The Center for World Music is part of the University of Hildesheim in northern Germany.

Specialists from a number of countries who are all working on different aspects of the Azmaris will participate in the conference, which has the motto From Ambivalence to Acceptance.

The aim of this conference is to bring scholars and experts together, who are working in the fields of music, anthropology, history, language and literature, sociology, arts, film, musical productions and recordings, etc., in order to discuss and debate the poetic and musical contributions of the Azmari in the lives of the Ethiopian society from various perspectives.

(For more information see the website of the conference.)

The participants come from different European countries and the US. But the biggest group are researchers from Ethiopia who teach and work at different universities.

While the main program consists of scientific presentations there will also be a film panel with a number of films on Azmaris. And, two Azmaris will also take part and present their art and discuss with the participants of the conference.

The conference is organized by a team of individual researchers from the universities of Hildesheim, Hamburg and Berlin (me).

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Introduction

On the occasion of the Muslim month of fasting I would like to present manzuma, a special kind of musical creative art, which is very popular among Muslims in Ethiopia. Although Ethiopian Muslims would reject to call manzuma chanting as ‘music’ it has without doubt a musical character. Manzuma songs belong to the spiritual and religious sphere of life they which is clearly distinguished from the profane world of music.

Mohammed Awwel Vol 1

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Neue Entwicklungen und Diaspora

Der gewaltsame Regierungswechsel von 1991 hatte auch große Auswirkungen auf die Musikszene in Äthiopien. Viele der bekannten Musiker und Sänger verließen im den frühen neunziger Jahren das Land Richtung USA. Einige aus Opposition zur neuen Regierung andere, folgten den Emigranten der siebziger und achtziger Jahren und schlossen sich der großen äthiopischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten an, wo sie sich bessere Arbeitsbedingungen zu finden erhofften. Dadurch sind in Amerika mittlerweile mehrere äthiopische Plattenfirmen entstanden, die einerseits für den Heimatmarkt Kassetten und die gleichen Alben für die äthiopische Diaspora auf CDs produzieren.
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Musik und Politik

Während die Regierung unter Mengistu Haile Maryam’s in den späten siebziger Jahren mit brutalen Methoden ihre Position festigte, – die Zeit des Roten Terrors -, formierte sich in verschiedenen Regionen des Landes der Widerstand. Oromo, Somali1 und Tigreer2 widersetzten sich der amharisch-geprägten Dominanz der Zentralregierung3 und begannen einen langjährigen Kampf um kulturelle Eigenständigkeit und politische Selbstbestimmung, mit unterschiedlichem Erfolg: Äthiopien konnte im Ogaden – Krieg mit Somalia 1977 seine somalischen Gebiete erfolgreich verteidigen, die Oromo Liberation Front (OLF) kämpft bis heute in Ost- und Westäthiopien gegen die Regierung, die seit 1991 von den ehemaligen Guerilla Tigray Peoples Liberation Front (TPLF) dominiert wird.
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  1. Die meisten von Oromo (und vielen anderen zahlenmäßig kleineren Ethnien) bewohnten Gebiete wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts durch den damaligen Kaiser Menelik II. (ዳግማዊ ምኒልክ ‘Dagmawi Mənilək’) erobert und dem äthiopischen Staat einverleibt. []
  2. Die Tigrinya-sprechenden Bewohner der Region Tigray Nordäthiopiens. []
  3. Mit amharisch-geprägt ist in diesem Rahmen die Leitkultur der damaligen politischen Elite gemeint, die sich durch die Verwendung der amharischen Sprache und die Orientierung am äthiopisch-orthodoxen Christentum auszeichnete. Obwohl häufig von der Dominanz der Amharen die Rede ist, muss man feststellen, dass es der amharisch-sprachigen Landbevölkerung nicht besser ging als den Bewohnern anderer Regionen. []

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This is a cassette of Dur Dur,1 a group from Somalia which was very popular in the 1980’s. When I first listened to it I was amazed by the sound which resembled very much 1970’s funk music. John at Likembe writes about similar experiences. He presents also a lot of more information about Dur Dur in a another posting.2

Cover of cassette ‘Africa’ from Dur Dur

Cover of cassette ‘Africa’ from Dur Dur

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  1. I bought the cassette on my first trip to Ethiopia in 1993 in Addis Ababa. And this is also first complete cassette, I managed to upload. []
  2. An additional source of information about Somali popular music is the fascinating article The Light & Sound Of Mogadishu by Matthew LaVoie at VOA. []

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Hier nun, nach einer längeren Pause, der dritte Teil der Geschichte der populären Musik Äthiopiens.

Die Siebziger Jahre – Revolution und Musikkassette

Die tiefgehendsten Veränderungen im Land und damit auch in der Musikszene brachte jedoch das Jahr 1974. Die Unzufriedenheit mit dem anachronistischen Regime Haile Selassies verwandelte sich im Februar des Jahres in eine offene Revolution. Sehr schnell übernahm das Militär die Führung im Land. Nachdem sich in internen Machtkämpfen der Oberstleutnant Mengistu Haile Maryam (መንግሥቱ ኃየለ ማርያም ‘Mängəstu Haylä Maryam’) an der Spitze des Macht ausübenden Offizierkomitees Derg (ደርግ ‘Därg’) behaupten konnte, begann die Zeit des Roten Terrors (ቀይ ሽብር ‘Qäy Šəbbər’) mit der Verfolgung vermeintlicher und wirklicher Oppositioneller und ‘Konterrevolutionäre’. Die ersten, die das Mißtrauen der Machthaber hervorriefen, waren Intellektuelle und Künstler, von denen viele ins Exil gezwungen wurden. Einige gingen in Nachbarstaaten wie in den Sudan oder in die Golfstaaten, für viele aber wurden Westeuropa und vor allem Nordamerika zum Fluchtziel.
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The blog Addis Journal reported a few days ago that the musician and composer Lemma Demissew (ለማ ደምሰው) passed away on August 24 in Addis Ababa.

A pianist, composer, singer and arranger, Lemma was the leading musician of Armed Forces band, a band that has entertained the army and visiting heads of states for decades. Among his appreciative audiences were Fidel Castro of Cuba, Libya’s Muammar al-Qaddafi and the Egyptian president Hosni Mubarak.
His songs such as “Astawesalehu” “Adrashas Tefabegn” and “Des Balagnalech” are still popular hits.

Read the whole article at Addis Journal.

Listen to his most famous song Astawsallehu (አስታወሳለሁ) – ‘I remember’
Astawsallehu
(This is the first minute of the song as published on éthiopiques 8 – Swinging Addis .)

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Hier der zweite Teil der Geschichte der populären Musik Äthiopiens.

Die Swinging Sixties

Nachdem Äthiopien mit Hilfe der Engländer im Zweiten Weltkrieg die italienischen Besatzer besiegt hatte, blieben die englischen Truppen bis Ende der vierziger Jahre im Lande. In dieser Zeit hatte die englische Militärverwaltung weitreichende Vollmachten und beschnitt die äthiopische Regierung unter Haile Selassie in weiten Bereichen ihrer Souveränität. Aus diesen schlechten Erfahrung erwuchs der Wunsch Haile Selassies, einen neuen Verbündeten zu suchen. Den fand er in den USA, die sich mit dem Beginn des Kalten Krieges und der wachsenden Bedeutung, die der Nahe Osten für ihre strategischen Interessen bekommen hatte, nach der Revolution in Ägypten 1952 einen wichtigen Stützpunkt in der Nähe des Roten Meeres suchten. Durch das Bündnis mit Äthiopien erhielten die USA die Möglichkeit die Qagnew Station (ቃኘው ጣቢያ ‘Qaññäw Ṭabiya’ Amh. Horch-Stützpunkt) in Asmara als strategische Abhörstation zu nutzen und Äthiopien erhielt umfangreiche Unterstützung beim Aufbau seines Militärs und in anderen Bereichen.
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This text is part of a longer article about the history of the popular music of Ethiopia. It is a revised version of a text I had written in the year 2000 and which had been published as a chapter in a book about African Music.1 Since the book was published in German the text exists unfortunately only in that language (at the moment).

Dies ist der erste Teil eines längeren Texts über die Geschichte der populären Musik Äthiopiens. Dabei handelt es sich um die Überarbeitung eines älteren Textes aus dem Jahr 2000.2 Der Text besteht aus fünf Abschnintten, die ich im Verlauf der kommenden Wochen hier veröffentlichen werde.

Azmaris und Armee

Bis zum Zweiten Weltkrieg beschränkte sich die moderne Musik in Äthiopien auf militärische Marschmusik. In den ersten Jahrzehnte diese Jahrhunderts hatte Äthiopien keine nationale Armee. Der Aufbau einer solchen Armee war daher das Hauptinteresse des Tronregenten Ras Täfäri Mekonnen (ራስ ተፈሪ መኰንን3 ‘Ras Täfäri Mäkonnən’)4 und späteren Kaiser Haile Selassie (ኃይሌ ሥላሴ ‘Hayle Səlase’) auf dem Weg zur Macht in den Jahren 1917 bis zu seiner Krönung 1930. Ein wichtiges symbolisches Element einer modernen Armee ist die Marschkapelle, die die Truppe nach außen hin repräsentiert. So nahm Ras Täfäri während einer Reise nach Jerusalem eine Gruppe junger Armenier, die dem Genozid der Türken entkommen waren, mit nach Äthiopien und machte sie zum ersten offiziellen Orchester des Landes. Dieses Orchester war auch unter dem Namen Arba Liǧočč (አርባ ልጆች ‘die Vierzig Jungs’) bekannt. Von dieser Zeit an hatten Armenier eine besondere Stellung in der Entwicklung der modernen Musik Äthiopiens. Der Leiter des Orchesters Kevork Nalbandian komponierte die erste Nationalhymne, die bis zur Revolution im Jahre 1974 in Gebrauch war. Er war auch derjenige, der nach der Vertreibung der Italiener 1941 von Haile Selassie beauftragt wurde, die Musik neu zu organisieren und bei dem Aufbau neuer Orchester zu helfen.

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  1. ‘Sweet Mother’ by Wolfgang Bender []
  2. Den ursprünglichen Text hatte ich als ein Kapitel für das mittlerweile vergriffene Buch ‘Sweet Mother. Afrikanische Musik’ von Wolfgang Bender geschrieben. []
  3. Dieser Text beinhaltet Wörter in äthiopischer Schrift. Um diese im Browser sehen zu können, muss auf dem Computer des Betrachters ein Unicode-Zeichensatz installiert sein, der die äthiopischen Schriftzeichen beinhaltet. Freie Zeichensätze sind beispielsweise der Zeichensatz Jiret oder Abyssinica SIL. []
  4. Die Schreibung amharischer Namen in lateinischer Schrift gestaltet sich hin und wieder als problematisch. So wird ein Name häufig in den verschiedenen europäischen Sprachen unterschiedlich geschrieben. Ich gebe hier in Klammern zusätzlich die amharische Form an, gefolgt von der Schreibweise, wie sie in der Äthiopistik verwendet wird. []

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This blog is the continuation of a small web project for the presentation of the relatively unknown popular music of Eritrea, Ethiopia, Djibouti and Somalia. I had put some songs on that site which were in the RealAudio format. As a beginning of this new blog I will present these songs now in MP3 fomat.

Afar Music

Two young Afar women in traditional clothes from Tadjoura.

The Afar are one of the two main ethnic groups of Djibouti, but there are also Afar in Ethiopia and Eritrea. For a long time the center of Afar popular music was the town Tadjoura (Tagorre in the Afar language) on the Red Sea cost of northern Djibouti, because most Afar singers come from that town.

Fatouma Mansour

Fatouma Mansour is an Afar singer from Djibouti. I took the first song from a cassette I bought 1995 in Assayta, which was the capital of the Afar region of Ethiopia at that time1. The cassette is just a copy with the names Abdallah Lee2 and Fatu3 written in Amharic on the cover. Since there is no additional information on the cover the title of the song remains unkown to me.

Song from Fatouma Mansour

Abdallah Lee & Medina Habib

The second song is from Abdallah Lee (vocal & guitar) and another female singer, Medina Habib. This song is from a cassette I bought 1995 in Djibouti. As the cassette metioned above, this one is also only a copy with no information except the first names of the two interprets.

Song from Abdallah Lee & Medina

Tadjoura, Dec. 2001

  1. Today there is a new capital Samara, which was build from scratcht. []
  2. Maybe the most important Afar singer who died nearly two years ago. []
  3. Her full name is Fatouma Mansour []

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